Unser Ansatz

Unsere Herangehensweise an die Malerei basiert auf einer Begegnung von Kunst und Therapie. Wir arbeiten in der Technik des Aquarells und bevorzugen Pigmente auf pflanzlicher Basis, die eine besondere Lichtqualität und belebende Wirkung auf die Seele haben.

Durch eine besondere Herangehensweise an Malübungen suchen wir nach dem wesentlichen Leben der Farbe. Diese methodische Arbeitsweise hilft, eine feinere Wahrnehmung für Farbe zu entwickeln, und kann das Bewusstsein für unsere Gefühle in Bezug auf Farbe stärken. Als solche ist sie auch eine gute Grundlage für die therapeutische Arbeit.

Grundlage des Trainings sind die von Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) ausgeführten „Schulungsskizzen“ für Maler, die er der Malerin Henni Geck (1884-1951) als Arbeitsmaterial zur Verfügung stellte.

Lehrplan

Das Curriculum soll die Einsicht in die Zusammenhänge von Farbe und Form entwickeln; Ziel ist es, zu einer individuellen lebendigen Erfahrung zu gelangen, wie aus der Farbe die Form entsteht.

Folgende Aspekte sind in unsere Studienkonzeption integriert:

– Farbbalance als Prinzip der Einheit und Harmonie: warme und kühle Farben; Bild- und Glanzfarben; Helligkeit und Dunkelkeit.

– Komposition: „Einmessen“ der Farben in den Bildraum;

– Die innerlich empfundene Balance des Menschen als „Mess“-Instrument.

– Erweiterung der Fähigkeit, Farbe zu erleben: Maß, Zahl und Gewicht als qualitative Erfahrung; schwerelose Farbe.

– Farbprozesse – Naturprozesse: Rhythmen; der Zyklus des Jahres; Wachsen und Vergehen; Auf- und Untergang.

– Motivwandlung bis hin zur Metamorphose.

– Selbstentwicklung: Malen als Weg der Meditation.

– Maltherapie: inneres Gleichgewicht und Gesundheit.

– Pflanzenfarben: Herstellung von Pflanzenpigmenten und deren Verwendung.